Ana Gomes, portugiesische Diplomatin und ehemalige Präsidentschaftskandidatin, hat öffentlich den fehlenden politischen Mut kritisiert, das Wachstum von Chega einzudämmen, und dabei ihre Erfahrung in Timor-Leste mit der aktuellen Situation verglichen. Die Diplomatin war der Ansicht, dass es an Entschlossenheit gefehlt habe, „das Gift von Chega an der Wurzel zu packen", und suggerierte, dass die Partei von Anfang an energischer bekämpft hätte werden sollen.
In ihrer Rede äußerte Ana Gomes Bedenken hinsichtlich der Apathie der portugiesischen Jugendlichen und wies darauf hin, dass dieses Fehlen bürgerschaftlichen Engagements zur Verschlechterung des demokratischen Lebens im Land beiträgt. Die ehemalige Botschafterin warnte auch vor den Gefahren der künstlichen Intelligenz und war der Meinung, dass diese Technologie eine zusätzliche Bedrohung für demokratische Werte und die zivilgesellschaftliche Teilhabe darstellt.
Die Diplomatin richtete auch heftige Kritik an die portugiesische Regierung und verurteilte die Verschlechterung der öffentlichen Dienste in Portugal als Ergebnis unzureichender Politiken. Darüber hinaus griff Ana Gomes die fehlende Ethik bei der Korruptionsbekämpfung scharf an und war der Ansicht, dass diese Frage von den Behörden unzureichend angegangen wird.




