Der ehemalige Bildungsminister João Costa leistete ein öffentliches Mea culpa bezüglich der Ergebnisse des Programme for International Student Assessment (PISA), die als die schlechtesten seit 2006 eingestuft wurden. Costa räumte Schuld am Zustand der Bildung in Portugal ein und nahm eine Haltung der Reue angesichts der schwachen internationalen Ergebnisse ein.
Die PISA-Daten zeigen eine akademische Leistung, die erheblich unter dem Erwarteten liegt, und markieren einen Tiefpunkt in der Geschichte der internationalen Bildungsauswertungen Portugals. Diese Situation übt Druck auf die politisch Verantwortlichen für den Bildungsbereich aus.
Jedoch deutet der Artikel darauf hin, dass die wahre Ursache der Probleme in João Costas Erklärung nicht klar wird. Die implizite Kritik richtet sich auf Jahre von Bildungspolitiken, die das beschriebene «identitäre Katechismus» gegenüber dem traditionellen akademischen Wissen bevorzugt haben dürften.
Die folgende Diskussion konzentriert sich auf die Notwendigkeit zu verstehen, ob die Betonung identitärer Fragen zum Rückgang der gemäß PISA gemessenen Bildungsergebnisse beigetragen hat, und wirft Zweifel über die in den letzten Legislaturperioden umgesetzten curricularen Prioritäten auf.




