Die Buchhalterin Ana Raquel Ribeiro kündigte ihren Arbeitsplatz, um sich einem Profil über elektronische Musik in den sozialen Medien zu widmen. Wochen nach der Veröffentlichung über eine von Daniel Vorcaro im Madame Satã organisierte Party wurde ihr Konto ohne jede konkrete Erklärung abgeschaltet. Sie behauptet, erst Jahre später verstanden zu haben, was passiert war.
Drei Jahre nach dem Vorfall enthüllten Dokumente der Bundespolizei, dass eine der einflussreichsten Persönlichkeiten des brasilianischen Bankensektors die Entfernung einer ihrer Veröffentlichungen angeordnet hatte. Der Auftrag richtete sich gegen die Buchhalterin wegen ihrer Tätigkeit als Content-Erstellerin.
Der Beitrag über die Veranstaltung im Madame Satã löste aus, was Ana Raquel als „Erdbeben" in ihrem Leben beschreibt. Die plötzliche Entfernung ihres Kontos stellte einen erheblichen Einschnitt in ihren beruflichen Übergang und ihre Lebenspläne dar.
Der Fall wird nun von der Bundespolizei untersucht, die die Umstände des Löschauftrags und die eventuelle Einmischung eines mächtigen Bankiers in die Aktivitäten einer einfachen Content-Erstellerin über elektronische Musik prüft.




