Die Regierung bereitet neue Regeln für seismische Sicherheit für bestehende Gebäude vor, wobei der Vorschlag Ende September vorgestellt werden soll. Diese Information wurde von der Staatssekretärin für Wohnungswesen, Patrícia Gonçalves Costa, in einer Parlamentsanhörung am 9. September bekannt gegeben. Algarve gehört zu den Zonen mit der höchsten identifizierten Vulnerabilität, zusammen mit dem Küsten-Alentejo, Lissabon und dem Tejo-Tal sowie den Azoren. Das Gesetz wird berücksichtigen, dass die seismische Gefährdung nicht in allen Gebieten des Territoriums gleich ist.
Die technische Arbeit wird in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Labor für Bauingenieurwesen (LNEC) entwickelt, um ein integriertes Rechtssystem für die Bewertung, Klassifizierung und Minderung der seismischen Vulnerabilität des Gebäudebestands zu schaffen. Die Exekutive plant außerdem, Normen anzupassen und neue Lösungen für die Überwachung und Inspektion der seismischen Widerstandsfähigkeit von Bauwerken zu adoptieren.
In derselben Anhörung kündigte der Minister für Infrastrukturen, Miguel Pinto Luz, die Schaffung eines permanenten Mechanismus zur Überwachung des Zustands von Strukturen wie Brücken und Böschungen an. Das LNEC führte 53 Inspektionen durch, davon 29 an Kunstbauten und 24 an Böschungen, zusätzlich zu den bereits von Infraestruturas de Portugal durchgeführten Überprüfungen. Hugo Espírito Santo, Staatssekretär für Infrastrukturen, vertrat die Ansicht, dass die IP über ein System zur Überwachung von Kunstbauten verfügt, das als eines der besten Europas gilt.
Laut Miguel Pinto Luz repräsentieren die laufenden Maßnahmen ein Investment von mehr als 1.100 Millionen Euro und umfassen die Schaffung eines nationalen Systems für Notunterkünfte, den Einsatz intelligenter Unterseekabel, die Stärkung der Redundanz der Kommunikationsnetze und der energetischen Resilienz sowie die Überarbeitung der Normen für strukturelle Widerstandsfähigkeit von Telekommunikationsinfrastrukturen. Die Anhörung fand in der Ereigniskommission für nationale Resilienz, Prävention von Naturkatastrophen und Begleitung des PTRR statt.




