Der erste öffentliche Garten der Welt entstand im 18. Jahrhundert in Lissabon. Es handelt sich um den Passeio Público, geschaffen 1764 auf Initiative des Marquis von Pombal, in einer Zeit, in der die Stadt nach dem Erdbeben von 1755 wieder aufgebaut wurde.
Dieser Garten entstand in dem Raum, wo sich heute die Praça dos Restauradores befindet, ein Ort, der zuvor die Rossio-Zone beherbergte und durch den heute täglich Tausende von Menschen strömen. Bevor die Avenida da Liberdade gebaut wurde, bevor der starke Verkehr, die Hotels und die großen Geschäfte, war dieser Raum von diesem bahnbrechenden Garten eingenommen.
Die Schaffung des Passeio Público stellte eine bedeutende Veränderung in der Art und Weise dar, wie sich die Lissaboner mit ihrer eigenen Stadt verbunden fühlten. Der Garten markierte den Beginn einer ganz anderen Konzeption des städtischen Raums und führte ein innovatives Konzept des öffentlichen Zusammenlebens in Lissabon ein.
Dieser Garten wird häufig als der erste öffentliche Garten der Welt anerkannt und war unter dem Namen Olhares de Lisboa bekannt, was die historische Bedeutung dieser Schöpfung für das Erbe und die Kultur der portugiesischen Hauptstadt zeigt.




