Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat an diesem Donnerstag die vorläufige Maßnahme (MP) sanktioniert, die die sogenannte „Blusinhas-Steuer" abschafft, die Erhebung von 20% auf internationale Einkäufe bis zu 50 US-Dollar. Die MP war vom Nationalkongress in der vergangenen Woche genehmigt worden. Vor dieser Maßnahme war diese Steuer in der Praxis bereits auf Null gesetzt worden, das heißt, Einkäufe bis zu 50 US-Dollar unterlagen keiner Einfuhrsteuer.
Das Ende der Erhebung ist eines der Wahlversprechen, das Lula in seinem Wahlkampf zur Wiederwahl nutzen möchte. Für Einkäufe über 50 US-Dollar gilt weiterhin eine Einfuhrsteuer von 60%.
Die Entscheidung fällt in einen Kontext, in dem Druck auf die Lebenshaltungskosten ausgeübt wird und der Palácio do Planalto versucht, die Einkommenswahrnehmung der brasilianischen Bevölkerung zu verbessern.
Das Thema spaltete den eigenen Palácio do Planalto und stellte auf der einen Seite den damaligen Finanzminister Fernando Haddad, der einen Imageschaden beim Produktionssektor befürchtete, und auf der anderen Seite den Minister Sidônio Palmeira vom Sekretariat für Kommunikation gegenüber.




