Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat an diesem Donnerstag (10.) im Palácio do Planalto das Gesetz sanktioniert, das die Erhebung der sogenannten „Blusinha-Steuer" beendet. Mit der neuen Gesetzgebung sind internationale Käufe bis zu 50 US-Dollar auf E-Commerce-Plattformen wieder von der 20-prozentigen Einfuhrumsatzsteuer befreit.
Lula charakterisierte die Maßnahme als eine Wiedergutmachung für Verbraucher, die „Krimskrams" kaufen, und wies die Kritik zurück, dass die Änderung dem inländischen Handel Schaden und Arbeitslosigkeit verursachen könnte. Während der Unterzeichnungszeremonie erklärte der Präsident, er halte die Rhetorik der Unternehmer, sie würden Verluste erleiden, für „etwas falsch".
Der Präsident verteidigte auch, dass die Maßnahme nicht nur den ärmeren Klassen nützt, und argumentierte, dass alle Klassen auf diesen internationalen Websites kaufen. Der Vorschlag war vom Nationalkongress in den Wochen davor genehmigt worden.
Zusätzlich zum Einzelhandel bringt das Gesetz eine Neuerung im Gesundheitsbereich: Es setzt die Einfuhrumsatzsteuer für Medikamente für Patienten mit seltenen oder vernachlässigten Krankheiten auf Null. Die Regelung gilt für Arzneimittel zum individuellen Gebrauch, die keinen ähnlichen Ersatz auf dem brasilianischen Markt haben.




