Leonardo Marcos, ehemaliger Direktor der Guardia Civil, bestritt am Donnerstag vor Richter Santiago Pedraz, seine Untergebenen unter Druck gesetzt zu haben, um die Untersuchung gegen David Sánchez, den Bruder des Präsidenten der Regierung, Pedro Sánchez, zu boykottieren. Marcos war derjenige, dem zwei Kommandeure den angeblichen Druck auf die Untersuchung zuschrieben.
Der ehemalige Direktor bestritt ausdrücklich, den Generälen Alfonso López Malo und Rafael Yuste angeordnet zu haben, dass der Bericht der Zentralen Operativen Einheit (UCO) „sauber" bleiben musste, wie diese zuvor behauptet hatten. Die Aussagen von Marcos erfolgen im Rahmen eines Gerichtsverfahrens, das das Verhalten der hohen Kommandostrukturen der Guardia Civil untersucht.
Die beiden Generäle Alfonso López Malo und Rafael Yuste waren es, die den angeblichen Druck von Leonardo Marcos auf den UCO-Bericht bezüglich David Sánchez meldeten. Diese Anschuldigungen stellten die Unabhängigkeit der von der Zentralen Operativen Einheit durchgeführten Untersuchung in Frage.
Der Fall betrifft direkt Pedro Sánchez, dessen Bruder David Sánchez Gegenstand einer Untersuchung ist, die Kontroversen über eine mögliche Einmischung hoher Beamter der Guardia Civil in die Arbeit der UCO auslöste. Die Aussage von Leonardo Marcos vor Richter Santiago Pedraz stellt einen Schlüsselmoment in diesem Gerichtsverfahren dar.




