Maria Luís Albuquerque, die EU-Kommissarin für Finanzdienstleistungen, wandte sich am Donnerstag mit einem direkteren politischen Ton in ihrer Forderung nach Ergebnissen an den Ausschuss für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments in Brüssel. Die Kommissarin kritisierte den Rückgang der Ambitionen des Rates bei der Reform der betrieblichen Altersversorgung und bestätigte, dass die Europäische Kommission für das erste Quartal 2027 ein Gesetzgebungspaket vorbereitet, das die europäischen Bankenregeln ändern soll.
Albuquerque setzte sich das Ziel, bis Ende dieses Jahres eine politische Einigung in drei zentralen Dossiers zu erzielen: dem Paket zur Integration und Aufsicht der Kapitalmärkte, den betrieblichen Altersversorgungen und der Verbriefung. Die Kommissarin begründete die Dringlichkeit mit dem politischen Kontext der letzten Monate und erinnerte daran, dass der Europäische Rat im März schnelle Fortschritte bei den Schlüsseldossiers gefordert und anerkannt habe, dass die Mobilisierung privaten Kapitals für die Wettbewerbsfähigkeit, die Resilienz und die strategische Autonomie Europas unerlässlich sei.
Im Dossier der betrieblichen Altersversorgung, das die IORP-Richtlinie und die PEPP-Verordnung umfasst, erklärte Albuquerque, dass sie „den Gesetzgebungsprozess zwar voll und ganz respektiert, aber auch feststellt, dass der Ehrgeiz bedauerlicherweise reduziert wurde", und warnte, dass „wenn das endgültige Ergebnis zu zaghaft ausfällt, wir wieder die Gelegenheit verpassen werden, den europäischen Bürgern und künftigen Generationen etwas von echtem Wert zu liefern". Die Kommissarin forderte das Europäische Parlament außerdem auf, den Ehrgeiz des Textes in den Verhandlungen zu wahren.
Zur Verbriefung beschrieb Albuquerque diese als ein Dossier, in dem „eine echte Gelegenheit besteht, ein positives Verhandlungsergebnis zu erzielen", und erklärte, dass ein funktionierender Markt Bankbilanzen entlasten und die verfügbare Finanzierung für Familien und Unternehmen erhöhen könne. Zum Abschluss legte sie das Kriterium fest, nach dem ihrer Meinung nach die Arbeit bewertet werden sollte: „Unser Erfolg wird danach gemessen, was in der Praxis funktioniert, nicht nach Worten auf einem Blatt Papier."




