Sócrates kehrte ins Gericht zurück, um seine „Erklärungen zur Sache" im Prozess Operation Marquês wieder aufzunehmen, den er vor etwa einem Jahr unterbrochen hatte. Der ehemalige Premierminister ist der Hauptangeklagte in diesem Verfahren, das Anschuldigungen wegen Korruption, Steuerbetrug und Geldwäsche umfasst.
Die Geldübergaben, die ein zentraler Punkt der Anklage waren, wurden erneut nicht in seinen Aussagen erwähnt. Sócrates entschied sich dafür, diese finanziellen Fragen während der Sitzung nicht direkt anzusprechen.
Während seiner Rede griff Sócrates die Staatsanwaltschaft und das Gericht scharf an. Er kritisierte die Art und Weise, wie das Verfahren geführt wurde, und betrachtete die Beschuldigungen als ungerecht und unverhältnismäßig.
Der ehemalige Amtsträger wandte sich auch an die sogenannten „Wahnsinnigen", die ihn für die aufeinanderfolgenden Rücktritte von Anwälten während des Verfahrens verantwortlich machen. Diese Bemerkung deutet darauf hin, dass mehrere Anwälte die Verteidigung anderer Angeklagter aufgegeben haben, was Sócrates bestreitet.



