Das Leben auf der Erde begann nicht an alkalischen hydrothermalen Quellen, wie bis jetzt als praktisch sicher angenommen wurde. Dies ist die Schlussfolgerung von Benjamin Tutolo, Geochemiker der University of Calgary, der eine aktuelle Analyse veröffentlicht hat, die die Hypothese widerlegt, die die wissenschaftliche Forschung über den Ursprung des Lebens dominiert hat. Der Experte vertritt die Auffassung, dass die „Wiege des Lebens" höchstwahrscheinlich Seen oder kleine Wassermassen gewesen sein dürften, die Verdunstungszyklen durchliefen, und nicht die alkalischen hydrothermalen Quellen, die nahezu als unantastbar galten.
Die Forschung wurde in der angesehenen Zeitschrift PNAS veröffentlicht und stellt eine bedeutende Herausforderung für das vorherrschende wissenschaftliche Paradigma dar. Tutolo stützt seine Widerlegung auf geochemische Analysen, die die notwendigen Bedingungen für das Entstehen der ersten Lebensformen in Frage stellen, die die alkalischen hydrothermalen Quellen geboten hätten.
Diese Schlussfolgerung könnte wichtige Auswirkungen auf die Art und Weise haben, wie Wissenschaftler außerhalb der Erde nach Leben suchen. Wenn die Hypothese der alkalischen hydrothermalen Quellen aufgegeben wird, könnte dies die Kriterien verändern, die zur Identifizierung von Planeten oder Monden mit dem Potenzial für Leben herangezogen werden, und die Aufmerksamkeit auf Umgebungen mit ähnlichen Merkmalen wie Seen und kleine Wassermassen mit Verdunstungszyklen lenken.




