Die Anwesenheit der Römer im Alentejo wurde lange Zeit als peripher angesehen, da sie sich am westlichen Rand des Römischen Reiches befand, doch neuere archäologische Ausgrabungen haben eine andere Realität ans Licht gebracht. Zwei von der Universität Évora koordinierte Ausgrabungen tragen dazu bei, das Ausmaß und die Vielfalt dieser römischen Präsenz in der Region besser zu verstehen.
Die erste Ausgrabung fand in der Villa Romana von Santa Vitória do Ameixial statt, die sich in der Gemeinde Estremoz befindet. An diesem Ort nahmen 12 Studenten verschiedener portugiesischer Universitäten an den archäologischen Arbeiten teil und trugen zu den Forschungsbemühungen bei.
Die zweite Ausgrabung fand in der Horta da Torre statt, in der Gemeinde Fronteira. Beide Ausgrabungen sind Teil eines Projekts, das darauf abzielt, die Verbindungen zum Römischen Osten besser zu verstehen, und stellt die traditionelle Wahrnehmung in Frage, dass diese Zone des portugiesischen Territoriums nur marginal zum Reich war.
Die Ergebnisse dieser archäologischen Arbeiten deuten darauf hin, dass die römische Präsenz im Alentejo bedeutender und vielfältiger war als bisher angenommen, und belegen Verbindungen, die weit über den westlichen Rand des Römischen Reiches hinausgingen.




