Alicia Giménez Bartlett: „Verbrechen ist banal. Man muss die Handlungen verkomplizieren, weil die Realität nicht genug hergibt"
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Alicia Giménez Bartlett: „Verbrechen ist banal. Man muss die Handlungen verkomplizieren, weil die Realität nicht genug hergibt"

El Periódico Mediterráneo - General5. September 2026 um 06:05

Alicia Giménez Bartlett, spanische Autorin aus Almansa, geboren 1951, präsentierte den Roman „Bajo el cielo infernal", herausgegeben von Destino, mit dem ihre Figur Petra Delicado ihr 30-jähriges Bestehen in den Buchhandlungen feiert. Petra Delicado gilt als die erste Polizistin der spanischen Kriminalliteratur.

Die Handlung dreht sich um die Ermordung eines Jesuitenpaters im Viertel La Mina in Barcelona. Die Ermittlerin Delicado befasst sich mit diesem Fall, während sie persönliche Trauer bewältigt, und verbindet die kriminalistische Untersuchung mit pfarrlichen Intrigen und dunklen Geheimnissen.

Schauplatz des Romans ist La Mina, eines der am meisten benachteiligten und stigmatisierten Viertel im Großraum Barcelona. Giménez Bartlett nutzt diesen sozialen Kontext, um unangenehmes Schweigen und komplexe Handlungen zu erforschen, die sich in den Straßen dieses Viertels entwickeln.

In ihren Äußerungen über das Verbrechen erklärte die Autorin, dass „Verbrechen banal" sei und dass „man die Handlungen verkomplizieren muss, weil die Realität nicht ausreicht", und offenbarte damit ihren literarischen Ansatz, der über die bloße Darstellung der alltäglichen Realität hinausgeht.

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