Das ozeanographische Forschungsschiff Miguel Oliver aus Vigo, das dem Generalsekretariat für Fischerei gehört, fing Dutzende römischer Amphoren südlich von Formentera während einer Erkundungsmission. Dieser Fund stellt einen außergewöhnlichen Fang für ein Fahrzeug dar, das auf Fischereiforschung spezialisiert ist und nicht auf diese Art archäologischer Entdeckung vorbereitet war.
Die Miguel Oliver ist eines von drei ozeanographischen Forschungsschiffen des Generalsekretariats für Fischerei, zusammen mit den Einheiten Vizconde de Eza und Emma Bardán. Das auf der inzwischen aufgelösten Werft MCíes gebaute Schiff wurde 2007 vom Stapel gelassen, ist 70 Meter lang und 14,4 Meter breit und bietet Platz für 45 Besatzungsmitglieder. Sein Heimathafen befindet sich in Vigo.
Während des vergangenen Sommers wurde der Miguel Oliver die 18. Ausgabe der Kampagne MEDIAS (Mediterranean International Acoustic Survey) anvertraut, deren Hauptziel darin bestand, die Biomasse des Laicherbestands von Sardelle und Sardine im Mittelmeer zu bewerten.
Die entdeckten römischen Amphoren werden nun Gegenstand von Studium und Erhaltung sein und stellen ein wertvolles Zeugnis der maritimen Handelsaktivität im alten Rom dar. Der Fund zeigt, wie wissenschaftliche Kampagnen zur Meeresforschung unerwartet Spuren des untergetauchten historischen Erbes aufdecken können.




