Zwei Personen können eine Nacht im selben Garten verbringen und ungefähr die gleiche Anzahl von Mückenstichen abbekommen, aber mit völlig unterschiedlichen Reaktionen aufwachen. Während eine die Stiche kaum bemerkt, kann die andere von großen, geschwollenen Quaddeln bedeckt sein, die intensiv jucken und mehrere Tage anhalten. Dieses Szenario ist etwas, das die meisten Menschen bereits erlebt haben oder jemanden kennen, der es durchgemacht hat.
Die Antwort auf diesen Unterschied liegt in der Art, wie der Mückenspeichel mit dem menschlichen Immunsystem interagiert. Wenn eine Mücke jemanden sticht, injiziert sie Speichel in die Haut. Das Immunsystem erkennt diesen Speichel als eine dem Körper fremde Substanz.
Bei der Identifizierung des Speichels als fremd setzt das Immunsystem Histamin frei, eine chemische Substanz, die von Immunzellen produziert wird. Histamin ist verantwortlich für die typischen allergischen Symptome von Stichen, wie Rötung, Schwellung und Juckreiz.
Allerdings erklären die Forscher, dass diese Histaminreaktion nur teilweise erklärt, was passiert. Der Mückenspeichel enthält auch verschiedene andere biologisch aktive Verbindungen, die auf komplexere Weise mit dem Immunsystem interagieren als bisher angenommen.




