Die Sprachenfrage ist untrennbar mit der Konfiguration und Praxis der Macht in Afrika verbunden. Die afrikanischen Länder werden als anglophon, arabisch, frankophon und lusophon bezeichnet, was fälschlicherweise die reiche und vielfältige soziolinguistische Realität des Kontinents reduziert. Länder wie Cabo Verde, Guinea-Bissau, Sierra Leone, Äthiopien, Senegal, Mali und Tansania können keine Bezeichnungen durch ihre einheimischen Sprachen wie Kreolisch, Amharisch, Wolof, Bambara oder Suaheli annehmen, da dies das Risiko politischer und militärischer Konflikte birgt.
Um die Funktionen eines Premierministers oder Staatspräsidenten in Afrika auszuüben, ist es zur obligatorischen Bedingung geworden, eine koloniale Sprache zu beherrschen, ohne irgendeine afrikanische Sprache kennen zu müssen. Diese Realität erstreckt sich auch auf die Führer nationalistischer Bewegungen wie Amílcar Cabral und




