Bundesrichter Alexandre de Moraes vom Obersten Gerichtshof (STF) übermittelte dem Gerichtspräsidenten Edson Fachin Geheimdienstberichte der Bundespolizei, die angebliche Unregelmäßigkeiten aufzeigen, die von Bundesrichter André Mendonça bei der Leitung der Ermittlungen zu den Operationen "Sem Desconto" und "Compliance Zero" begangen wurden.
In seiner Entscheidung erklärt Moraes, dass es "starke Hinweise" auf die Begehung von Rechtswidrigkeit, Amtsmissbrauch und Straftaten durch Mendonça gibt. Die von der Bundespolizei erstellten Dokumente zeigen drei Hauptbereiche rechtswidrigen Handelns.
Der erste soll die angebliche Usurpation der Ermittlungsleitung sein, mit Beeinträchtigung der Beweiskette. Die zweite Front betrifft die unrechtmäßige Beteiligung an Verhandlungen über Kronzeugenregelungen. Die dritte soll das gezielte Lenken von Ermittlungen gegen Moraes selbst sowie gegen den Senatspräsidenten Davi Alcolumbre aus Gründen sein, die die Berichte persönlichen und politischen Motiven zuschreiben.
Moraes ordnete die Übermittlung der Entscheidung und der Berichte an, damit die erforderlichen Maßnahmen im Rahmen des Fake-News-Ermittlungsverfahrens ergriffen werden.




