Der Präsident Venezuelas, Nicolás Maduro, berief sich auf das Prinzip der staatlichen Immunität und reichte einen Antrag bei einem US-Gericht ein, damit ein Strafverfahren gegen ihn eingestellt wird. Maduros Verteidigung argumentiert, dass er als amtierendes Staatsoberhaupt nicht vor ausländischen Gerichten angeklagt werden könne.
Die US-Staatsanwaltschaft hat bis zum 2. Oktober Zeit, eine formelle Antwort auf die von der Verteidigung des venezolanischen Präsidenten eingereichten Anträge vorzulegen. Dies ist ein wichtiger Verfahrensschritt, der den weiteren Verlauf des Falls bestimmen wird.
Der Fall entsteht im Zusammenhang mit den diplomatischen Spannungen zwischen Venezuela und den Vereinigten Staaten, die bereits mehrere Jahre andauern. Washington erkennt die Regierung Maduros nicht als legitim an und hat verschiedene Sanktionen gegen das südamerikanische Land verhängt. Die staatliche Immunität ist ein Grundsatz des Völkerrechts, der Staatsoberhäupter vor Gerichtsverfahren in ausländischen Gerichten schützt.
Der Rechtsstreit vor den US-Gerichten läuft parallel zur politischen Krise in Venezuela, wo Maduro nach umstrittenen Wahlen an der Macht bleibt, die von mehreren westlichen Ländern nicht anerkannt wurden. Der Ausgang dieser Rechtsfrage könnte erhebliche Auswirkungen auf die bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern haben.




