Mit dem Beginn des Septembers gibt es eine verbreitete Sommergewohnheit, die Zimmerpflanzen schaden kann: die gleiche Bewässerungshäufigkeit beizubehalten. Während der wärmeren Monate benötigen die Pflanzen aufgrund der Hitze und der schnellen Verdunstung des Wassers häufigere Bewässerung. Wenn jedoch die Tage kürzer werden und die Lichtmenge abnimmt, verlangsamen viele Pflanzen natürlich ihr Wachstumstempo und verbrauchen weniger Wasser, was bedeutet, dass das Substrat länger zum Trocknen braucht. Wenn man weiterhin mit der gleichen Häufigkeit wie im Sommer gießt, kann die Erde zu lange feucht bleiben.
Wenn das Substrat ständig durchnässt ist, können die Wurzeln Schwierigkeiten haben, den notwendigen Sauerstoff zu erhalten, was das Risiko von Wurzelschäden erhöht und Gelbfärbung oder Blattfall verursacht. Laut der französischen Zeitschrift Marie France lautet die Empfehlung, den Zustand der Erde zu prüfen, bevor man erneut gießt, anstatt automatisch an einem festen Bewässerungsplan festzuhalten.
Die regelmäßige Verwendung von Dünger sollte ebenfalls reduziert oder sogar eingestellt werden, wenn der Sommer endet. Während der Monate mit dem stärksten Wachstum können die Pflanzen zusätzliche Nährstoffe besser nutzen, aber im Herbst und Winter nimmt dieser Bedarf bei vielen Zimmerpflanzenarten deutlich ab. Die französische Publikation weist darauf hin, dass bei kürzeren Tagen die Düngung bei vielen Pflanzen bis zum folgenden Frühling eingestellt werden kann.
Neben Bewässerung und Düngung sollten im September auch andere Pflegemaßnahmen angepasst werden. Pflanzen, die den Sommer im Freien verbracht haben, sollten sorgfältig auf Insekten oder Schädlinge untersucht werden, bevor sie wieder ins Haus gebracht werden. Gelbe, trockene oder beschädigte Blätter können entfernt werden, aber aggressive Rückschnitte sind nicht ratsam, da sie neues Wachstum in einer Phase fördern können, in der die Pflanze beginnt, ihre Aktivität zu reduzieren. Der Abstand der Töpfe zu den Fenstern kann ebenfalls angepasst werden, da die Lichtintensität allmählich abnimmt.




