Der israelische Kulturminister Miki Zohar kündigte die Absicht an, den beiden Journalisten und Filmemachern des Dokumentarfilms "NAZA" die Staatsbürgerschaft zu entziehen. Die Entscheidung erfolgt, nachdem der Film mit einem Preis auf dem Filmfestival von Venedig ausgezeichnet wurde.
Miki Zohar warf den Filmemachern Verrat vor und betrachtete ihre Arbeit als Beleidigung gegenüber dem Staat Israel. Der Minister ist der Ansicht, dass die Verleihung des Preises an einen Film, der angebliche wahllose Angriffe auf Zivilisten in Gaza anprangert, eine inakzeptable Provokation darstellt.
Der Dokumentarfilm "NAZA" behandelt die Folgen der Konflikte in Gaza und präsentiert Zeugenaussagen und Bilder, die angebliche Angriffe auf die Zivilbevölkerung dokumentieren. Das Werk wurde international für seinen dokumentarischen Inhalt über die Situation in der Region anerkannt.
Der Fall zeigt die Spannungen zwischen der künstlerischen Freiheit und den politischen Positionen der israelischen Regierung, wobei die Exekutive eine starke Ablehnung gegenüber Darstellungen demonstriert, die das Ansehen des Landes im Ausland beeinträchtigen könnten.



