Die ERSE – Regulierungsbehörde für Energiedienstleistungen – kündigte am 15. September eine außerordentliche Erhöhung der Strompreise im regulierten Markt an, die im Oktober in Kraft tritt. Die Preise werden um etwa 3% bei der durchschnittlichen monatlichen Rechnung steigen und betreffen die 780.000 Kunden des regulierten Marktes. Für ein Paar bedeutet die Erhöhung einen Aufpreis von 1 Euro pro Monat auf der Rechnung, während ein Paar mit zwei Kindern monatlich 2,7 Euro mehr zahlen wird.
Die von Pedro Verdelho geleitete Behörde begründet die Erhöhung mit den Auswirkungen des Krieges zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten, der den Preis für Erdgas und folglich den Preis für elektrische Energie in die Höhe getrieben hat. Diese Auswirkung wurde besonders ab dem dritten Quartal deutlich, einem Zeitraum, in dem der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtaufkommen der nationalen elektrischen Energieerzeugung geringer ist.
Die Aktualisierung ergibt sich aus dem Mechanismus der vierteljährlichen Überprüfung gemäß der Tarifverordnung, durch den die ERSE die Entwicklung der Beschaffungskosten für Strom durch den Letztversorger verfolgt. Aufgrund der festgestellten Abweichung zwischen der zu Jahresbeginn prognostizierten Beschaffungskosten und der aktuellen Realität hat die ERSE die Überprüfung vorgenommen, die üblicherweise zu Beginn jedes Jahres stattfindet.
Mit dieser Aktualisierung liegt die jährliche Schwankung der Strompreise im regulierten Markt im Jahr 2026 bei 1,7%, über den 1%, die Ende 2025 angekündigt wurden. Die ERSE rät den Verbrauchern, die Preise im Markt über ihren online verfügbaren Simulator zu konsultieren.




