Laut einer Erhebung der World Allergy Organization (WAO) betrifft die allergische Rhinitis weltweit mehr als 400 Millionen Menschen. In Brasilien schwanken die Raten je nach Altersgruppe. Bei Kindern im Alter von 6 bis 7 Jahren liegt der Durchschnitt der mit der Erkrankung verbundenen Symptome bei 25,7 %; bei Jugendlichen erreicht er 29,6 %, wie der Brasilianische Konsens über Rhinitis zeigt, der von der Brasilianischen Gesellschaft für Otolaryngologie und Zervikofazialchirurgie (ABORL) veröffentlicht wurde.
Da sie eine der häufigsten chronischen Erkrankungen ist, werden die Symptome der allergischen Rhinitis von der Bevölkerung häufig verharmlost, meint die HNO-Ärztin Dr. Caroline Rímoli. Laut der Expertin hört man oft Sätze wie "Ich war schon immer so", "Jeder zu Hause hat Rhinitis" oder "Man nimmt einfach ein Antihistaminikum, wenn der Anfall kommt" – Wahrnehmungen, die die Schwere der Erkrankung letztendlich verharmlosen.
Laut der Ärztin wird die Rhinitis, da sie keine unmittelbare Lebensgefahr darstellt, trotz der Auswirkungen auf den Alltag der Betroffenen häufig unterschätzt. Die Expertin betont, dass die Erkrankung einen metabolischen Blick erfordert, das heißt einen Ansatz, der nicht nur die respiratorischen Symptome berücksichtigt, sondern auch die metabolischen und system




