Die Verhandlung am Obersten Gerichtshof (STF) zu den Nachrichten, die der Bankier Daniel Vorcaro an Minister Alexandre de Moraes geschickt hatte, war von Fragen zur Verfahrensführung, Erklärungen zur Befangenheit und Ablehnung sowie Diskussionen unter den Richtern geprägt. Die Minister waren sich auch uneinig über die Rolle der Bundespolizei in den Ermittlungen im Zusammenhang mit der Banco Master. Die Sitzung wurde zur Mittagspause unterbrochen und wird um 14 Uhr fortgesetzt. Das Plenum muss noch über die Gültigkeit des von der PF erstellten Berichts und die nächsten Schritte der Untersuchung gegen Moraes entscheiden.
Zu Beginn der Sitzung hielt der Präsident des STF, Edson Fachin, eine achtminütige Ansprache, in der er die Richter um Ausgewogenheit bat und erklärte, dass Meinungsverschiedenheiten im Plenum geklärt werden sollten. Fachin betonte, dass Meinungsverschiedenheiten legitim seien, persönliche Konfrontationen jedoch nicht geduldet würden, und dass Entscheidungen dem Plenum und nicht einem einzelnen Minister oblägen.



