Der Verband Wohnen und Entwicklung für Portugal (AHDPP) wurde am Dienstag, den 15. September, im Pavilhão de Portugal in Lissabon offiziell vorgestellt. Der überparteiliche und gemeinnützige Verband setzt sich aus Fachleuten, Akademikern und Spezialisten verschiedener Bereiche zusammen und positioniert sich als Plattform für Gedanken, Analyse und bürgerschaftliches Handeln im Wohnungssektor.
Der Verband konzentriert sich hauptsächlich auf bezahlbare Miete für die Mittelschicht und junge Menschen und schlägt ein Modell vor, das private Investoren und Gemeinden einbezieht, um den Neubau und die Sanierung leerstehender Immobilien in großem Maßstab voranzutreiben. Die Prämisse des AHDPP lautet: „Wohnen ist kein Sektor, sondern ein Fundament", und vertritt eine „gerechte Miete", bei der niemand mehr als ein Drittel seines Einkommens für ein Dach über dem Kopf zahlen sollte.
Der Präsident des Verbandes, Rui Miguel Braga, gleichzeitig Vizebürgermeister der Gemeinde Barreiro, versicherte, dass viele private Partner an dem vorgeschlagenen Modell interessiert seien, vorausgesetzt, es wird Rentabilität freigesetzt. Der Verband ist der Ansicht, dass die Gemeinden direkt eingreifen sollten, um den Wohnungsbestand zu verwalten und Grundstücke freizugeben, und schlägt Reformen vor, um Verwaltungsblockaden zu reduzieren und städtebauliche und Genehmigungsprozesse zu beschleunigen.
Die Staatssekretärin für Wohnungswesen, Patrícia Gonçalves Costa, gratulierte dem AHDPP dafür, über die Problembeschreibung hinauszugehen und den nächsten Schritt zu tun. Der Verband wird nun seine Lösung der Regierung und dem Nationalen Verband der portugiesischen Gemeinden vorstellen, in der Erwartung, dass innerhalb von fünf Jahren Familien in Wohnungen leben können, deren Miete ein durchschnittliches Gehalt tragen kann.




