Die Verkäufe im brasilianischen Handel gingen im Juli gegenüber dem Vormonat um 0,8% zurück, laut dem Brasilianischen Institut für Geographie und Statistik (IBGE). Der Rückgang wurde durch teure Kredite, die hohe Verschuldung der Familien und einen leichten Einkommensrückgang in diesem Zeitraum beeinflusst.
Das Segment mit der schlechtesten Performance war der Bereich Möbel und Elektrogeräte, der im Juli um 4,9% zurückging. Dieser Bereich ist stark von Finanzierungen abhängig, was seine Empfindlichkeit gegenüber den Kreditbedingungen erklärt. Der zweitgrößte Rückgang wurde bei Büchern, Zeitungen und Schreibwaren verzeichnet, mit einem Rückgang von 4,2%, gefolgt von Textilien, Bekleidung und Schuhen, die um 2,7% fielen.
Positiv gesehen, waren Kraftstoffe und Schmiermittel das einzige Segment, das einen Anstieg verzeichnete, mit einem Wachstum von 0,3%. Das Ergebnis spiegelt das herausfordernde Umfeld für den Konsum wider, selbst mit der Erwartung einer erneuten Senkung der Selic-Rate.
Der Basiszinssatz liegt derzeit bei 14% jährlich und soll laut Markterwartung am Mittwoch auf 13,75% sinken. Trotz der Senkung werden die Zinsen voraussichtlich auf hohem Niveau bleiben, was dazu führen dürfte, die Appetit der Verbraucher in den kommenden Wochen weiter zu reduzieren.




