Pater Fadi Azar, Franziskaner der Kustodie des Heiligen Landes, der derzeit in Aleppo tätig ist, reiste durch Spanien und sprach mit der AIS-Stiftung über die Realität in Syrien fast zwei Jahre nach dem Sturz des Regimes von Baschar al-Assad. Der Priester zeichnet ein düsteres Bild des Landes und erklärt, dass die Kriminalität aufgrund der weit verbreiteten Armut, der katastrophalen Wirtschaftslage und der anhaltenden Inflation zugenommen hat. Viele Beamte und Angehörige der Streitkräfte der früheren Regierung wurden entlassen, wodurch viele junge Menschen und Familien ohne Arbeit dastanden. Der Mangel an Sicherheit hat zu zahlreichen Entführungen und Plünderungen durch kriminelle Gruppen geführt, und mittlerweile installieren die Menschen Sicherheitsmaßnahmen in ihren Häusern, da sogar Strom- oder Wasserzähler gestohlen werden.
In den letzten Monaten hat es Angriffe und Übergriffe auf die syrischen Christen gegeben, darunter die Zerstörung christlicher Friedhöfe, antichristliche Aufschriften an den Wänden mehrerer Kirchen und radikale islamische Gruppen, die Ortschaften durchziehen und die Christen auffordern, zum Islam überzutreten. Im Juni 2025 kam es auch zu einem Anschlag auf die orthodoxe Eliaskirche in Damaskus. Pater Fadi erklärt, dass all dies die Angst unter den Christen zunehmend verstärkt hat und dass die Unsicherheit, die wirtschaftliche Lage und die wachsende Diskriminierung die Gemeinschaft tiefgreifend beeinträchtigen, was viele dazu veranlasst, erneut über eine Auswanderung nachzudenken.
Inmitten dieser Widrigkeiten bleibt die Kirche an der Seite ihres Volkes, mit stets offenen Kirchen, die alle aufnehmen. Viele Pfarreien verfügen über medizinische Ambulanzen, verteilen Lebensmittel, Kleidung und Bildungsunterstützung. Pater Fadi betont, dass




