Der Heilige Stuhl forderte in der Stadt Wien die weltweite Aufgabe der Proliferation von Atomwaffen und den absoluten Schutz von Nuklearanlagen in Kriegssituationen. Der Appell wurde von Erzbischof Paul Richard Gallagher, dem Sekretär des Vatikans für die Beziehungen zu den Staaten, während seiner Rede auf der Generalkonferenz der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) erhoben.
Der diplomatische Vertreter betonte, dass die Zerstörung von Nuklearinfrastrukturen radioaktive Freisetzungen mit schwerwiegenden humanitären und ökologischen Folgen verursachen kann, die weit über die Grenzen des betroffenen Landes hinausgehen. Gallagher warnte, dass Angriffe auf Nuklearanlagen niemals stattfinden sollten, und erinnerte daran, dass das Recht auf friedliche Nutzung der Atomtechnologie mit der Verpflichtung der atomwaffenfreien Staaten verbunden ist, sich zu verpflichten, solche Waffen nicht zu erwerben.
Die Intervention verwies auf den 40. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl, um verantwortungsvolle Ansätze bei der Uranförderung und der Verwaltung radioaktiver Abfälle zu fordern. Der Verantwortliche sprach auch über die Integration künstlicher Intelligenz im Atomsektor und forderte eine wirksame menschliche Aufsicht sowie strenge internationale Sicherheitsstandards.
Gallagher zitierte die Enzyklika „Magnifica Humanitas" von Leo XIV., um zu warnen, dass die Menschheit riskiert, zuzulassen, dass eine Abfolge von Notfällen die Richtung des globalen Weges diktiert. Die 70. Generalkonferenz der IAEO findet in Wien bis zum 18. September statt.




