Der ehemalige philippinische Präsident Rodrigo Duterte leidet unter einem erheblichen Gedächtnisverlust und vergisst manchmal sogar den Namen seines Anwalts, wie sein Verteidigungsteam berichtet. Die Anwälte nutzen diesen Zustand, um in Frage zu stellen, ob der 81-jährige ehemalige Präsident geistig in der Lage ist, an dem Prozess vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) teilzunehmen, der am 30. November beginnen soll.
Duterte wurde in Manila wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verhaftet und wurde 2025 nach Den Haag überstellt. Er sieht sich wegen seiner sogenannten „Krieg gegen die Drogen" begangener Taten angeklagt, bei denen nach Angaben der Anklage Tausende von Menschen starben.
Die Richter des IStGH bewerten derzeit, ob Duterte geistig prozesstauglich ist. Zu diesem Zweck haben sie eine Untersuchung durch drei unabhängige Experten angeordnet.
Die Verteidigung hat ein 13-seitiges Dokument vorgelegt, in dem sie den Zustand des ehemaligen Präsidenten in dem Verfahren erläutert.




