Das Leben in benachteiligten Vierteln kann mit einer schlechteren Gehirngesundheit verbunden sein, wie eine in einer Studie vorgestellte Forschung zeigt. Die Forscher analysierten Bewohner von Gebieten mit unterschiedlichen sozioökonomischen Deprivationsniveaus und verglichen Indikatoren für die Gehirngesundheit zwischen diesen Gruppen.
Die Ergebnisse zeigten, dass die Bewohner der am stärksten benachteiligten Gebiete ein höheres Gehirnalter aufwiesen, was bedeutet, dass ihr Gehirn im Vergleich zu ihrem chronologischen Alter stärker gealtert erschien. Darüber hinaus wurde bei diesen Bewohnern ein geringeres Gesamtgehirnvolumen festgestellt, ein Indikator für den Verlust von Gehirngewebe.
Die Forscher entdeckten auch mehr Anzeichen von Gefäßschäden in den Gehirnen der Bewohner der am stärksten benachteiligten Gebiete. Diese Gefäßschäden werden häufig mit Durchblutungsstörungen des Gehirns in Verbindung gebracht und können zu kognitivem Abbau und anderen neurologischen Komplikationen beitragen. Die Studie deutet somit auf einen möglichen Zusammenhang zwischen den sozioökonomischen Bedingungen des Wohnortes und der langfristigen Gehirngesundheit hin.




