Minister Edson Fachin eröffnete die Sitzung des Obersten Gerichtshofs mit der Bitte, dass das Gericht eine schwierige Phase seiner Geschichte bewältigt. Er erinnerte daran, dass nicht Personen, sondern Tatsachen und rechtliche Fragen beurteilt werden, und betonte, dass Meinungsverschiedenheiten legitim sind, persönliche Auseinandersetzungen jedoch nicht akzeptiert werden.
Fachin deutete an, dass zunächst die Präliminarfragen des Falls erörtert werden, bevor eine inhaltliche Prüfung erfolgt. Er bekräftigte, dass der Sachverhalt nicht vorab beurteilt wird, bevor die Verfahrensgültigkeit geklärt ist.
Der Präsident des Gerichts erklärte, dass die Präsidentschaft und das Kollegium die Pflicht haben, das Gericht zu leiten und dabei seine Unabhängigkeit, Kollegialität, Autorität und Treue zur Verfassung zu wahren. Er sagte auch, dass die Entscheidung dem Plenum obliegt und nicht einem einzelnen Minister.
Fachin wandte sich kurz an jeden der Minister und an seinen Amtsvorgänger, um dem angespannten Moment, den das Gericht durchlebt, institutionelle Bedeutung zu verleihen.




