Sechs Jugendliche wurden am Dienstag unter dem Verdacht festgenommen, an einer Gruppe beteiligt gewesen zu sein, die ein 13-jähriges Mädchen während eines Discord-Livestreams zu Selbstverletzung und Selbstmord verleitete. Der Fall veranlasste die ANPD (Nationale Datenschutzbehörde), die Live-Übertragungen der Plattform auszusetzen.
Dies ist die zweite Phase der Operation zur Untersuchung des Verbrechens. In der ersten Phase, die Anfang August durchgeführt wurde, wurden fünf weitere Jugendliche festgenommen und ein 18-jähriger Mann in Gewahrsam genommen.
Die Gruppe wird beschuldigt, Opfer durch Informationen, die sie von ihnen erhalten hatte, zu Selbstverletzung verleitet und erpresst zu haben. Die Ermittler weisen darauf hin, dass dieses Verhalten Teil der sogenannten „digitalen Sklaverei" ist, die durch eine Dynamik von Zwang, Erpressung und Kontrolle im virtuellen Raum gekennzeichnet ist, bei der Opfer Drohungen und Druck ausgesetzt sind, um Anweisungen der Mitglieder dieser Gruppen zu befolgen.
Neben der Durchsetzung der Gerichtsmaßnahmen zielt die Operation darauf ab, weitere Kinder und Jugendliche zu identifizieren, die möglicherweise Opfer von Erpressung und Zwang sind.




