Die Minister Alexandre de Moraes und André Mendonça saßen Seite an Seite im Plenarsaal des Obersten Gerichtshofs während der Sitzung dieses Dienstags, in der der Fall der zwischen Moraes und dem Bankier Daniel Vorcaro ausgetauschten Nachrichten analysiert wurde. Die Konfiguration folgte der üblichen Anordnung der beiden im Gerichtshof, wobei die Minister nebeneinander saßen. Insbesondere hatten die beiden bereits in einer Anfang dieses Monats abgehaltenen Sitzung nebeneinander gesessen, selbst mitten in der Krise zwischen den Ministern.
Die Sitzung wurde vom Präsidenten des STF, Edson Fachin, einberufen, um das Verfahren zu analysieren, das die auf Vorcaros Handy gefundenen Nachrichten betrifft. Ziel war es, die Möglichkeit einer Untersuchung gegen Moraes zu erörtern. Fachin ist auch der Berichterstatter des Falls und verlas zu Beginn der Sitzung den Bericht zu der Frage.
Der Fall stellt eine beispiellose Krise im STF dar. Die Gespräche zwischen Moraes und Vorcaro wurden auf dem Handy des Bankiers entdeckt, das während einer Operation der Bundespolizei beschlagnahmt worden war. Die Situation sorgte für Aufsehen und führte zur Einberufung von Sondersitzungen zur Behandlung des Themas.




