Der ehemalige Premierminister José Sócrates wurde im Rahmen der Operation Marquês vernommen, insbesondere zu einer Luxuswohnung in Paris, die die Staatsanwaltschaft dem ehemaligen Politiker zuschreibt. Die Sitzung war von einer Konfrontation mit der Richterin, die den Prozess leitet, geprägt.
Während der Vernehmung warf Sócrates dem Gericht "Manipulation" vor und bestritt die Art und Weise, wie das Verfahren geführt wird. Der ehemalige Premierminister lehnte auch den Pflichtverteidiger ab, der für ihn bestellt worden war, und zeigte damit, dass er die ihm zugewiesene rechtliche Vertretung nicht akzeptiert.
Die Operation Marquês ist eine umfangreiche strafrechtliche Untersuchung, die José Sócrates und verschiedene mit Korruptions-, Geldwäsche- und Steuerhinterziehungsverdacht zusammenhängende Fragen betrifft. Der Fall wird seit mehreren Jahren mit zahlreichen Vernehmungen und verfahrenstechnischen Schritten entwickelt.



