Der Bankier Daniel Vorcaro bat den Anwalt Rodrigo Fux, Sohn des Ministers Luiz Fux vom Obersten Gerichtshof (STF), um Hilfe bei der Behandlung einer angeblichen „Angelegenheit" im November 2024. Nach der Bitte führten die beiden eine Videokonferenz und Vorcaro schickte ein Dokument zur Analyse. Anschließend begannen sie, weitere Treffen in Rio de Janeiro und in Brasília zu vereinbaren.
Die von der Bundespolizei auf dem Handy von Daniel Vorcaro beschlagnahmten Nachrichten zeigen, dass die Beziehung zwischen den beiden soziale Kontakte mit beruflichem Austausch verband. Sie sprachen über Feste, Reisen, Karneval, Mittagessen und Zigarren, behandelten aber auch berufliche Angelegenheiten, einschließlich der Diskussion über einen „Fall" und dem Austausch von Dokumenten zur Analyse.
Der Inhalt der Nachrichten gibt nicht an, was der Fall war oder welche Art von Hilfe der Bankier vom Anwalt angefordert hatte. Ebenso wenig zeigen sie den Inhalt des an Rodrigo Fux weitergeleiteten Dokuments oder das Ergebnis einer etwaigen Analyse, die durchgeführt worden sein könnte.




