José Sócrates hat vor Journalisten am Eingang des Justizcampus in Lissabon sein Misstrauen gegenüber seinem aktuellen Pflichtverteidiger Luís Carlos Esteves zum Ausdruck gebracht. Der ehemalige Premierminister erklärte kategorisch, dass er dem Anwalt nicht vertraue und dieser ihn nicht vertrete.
Sócrates war auf dem Weg zu einer weiteren Sitzung des Verfahrens Operação Marquês, einer Untersuchung wegen Wirtschafts- und Korruptionsverbrechen, die den ehemaligen Regierungsbeamten betrifft. Dies ist eine von mehreren Sitzungen in diesem Verfahren, das seit einiger Zeit verhandelt wird.
Der ehemalige sozialistische Führer war in seinen Aussagen eindeutig und erklärte, dass er diesen Anwalt nicht einmal anspreche. Dies markiert eine erhebliche Spannung zwischen Sócrates und der vom Gericht bestellten Anwaltsvertreung, die seinem Fall zugewiesen wurde.
Die Position von Sócrates ergibt sich im Kontext eines langwierigen und komplexen Gerichtsverfahrens, bei dem die Beziehung zwischen dem Angeklagten und seinen rechtlichen Vertretern zu einem zusätzlichen Element im Ablauf der Operação Marquês geworden ist.



