Das Bildungsministerium konnte alle 613 Schüler unterbringen, die in Lissabon ohne Schulplatz waren. Allerdings handelt es sich dabei nur um die Spitze des Eisbergs, da sich das Problem landesweit ausweitet und die Regierung noch nicht mitgeteilt hat, wie viele Schüler im gesamten Land betroffen sind.
Die Exekutive erwägt zwei administrative Lösungen, um den Mangel an Schulplätzen zu beheben: neue Klassen eröffnen oder die Schülerzahl pro Klassenzimmer erhöhen. Beide Maßnahmen sollen landesweit angewendet werden, um die Schüler aufzunehmen, die keine Einschreibung an öffentlichen Schulen erhalten haben.
Das Problem betrifft hauptsächlich Schüler, die an Übergangsprozessen beteiligt sind: jene, die ihre Gemeinde oder ihren Bezirk gewechselt haben, und jene, die von privaten auf öffentliche Schulen gewechselt sind. Diese Schüler können zu Beginn des Schuljahres keinen Platz garantieren, was eine Situation schafft, die der Bildungsminister Fernando Alexandre bereits als „schwerwiegende Unregelmäßigkeit" eingestuft hat.




