José Sócrates, ehemaliger portugiesischer Premierminister, kehrte am Dienstag vor Gericht zurück im Rahmen der Operation Marquês. Die Vernehmung fand etwa ein Jahr nach den letzten Aussagen von Sócrates in dem Verfahren statt, wobei er selbst darum gebeten hatte, erneut gehört zu werden.
Während der Sitzung richtete Sócrates Kritik an den an dem Verfahren beteiligten Juristen. Der ehemalige Regierungsvertreter erklärte, dass „sie nicht die Einzigen sind, die in der Lage sind, die Themen zu analysieren", und brachte damit seine Ablehnung gegenüber den juristischen Interpretationen zum Ausdruck, die in dem Fall vorgebracht wurden.
Die Operation Marquês ist eine umfangreiche gerichtliche Untersuchung, die sich auf Verdachtsmomente finanzieller Straftaten konzentriert, die während der Amtszeit von Sócrates als Premierminister begangen wurden, zwischen 2005 und 2011. Das Verfahren wird seit mehreren Jahren geführt und hat in Portugal große mediale Aufmerksamkeit erregt.




