Die Universität Évora verstärkt ihre Strategie zur Einwerbung privater Investitionen durch wissenschaftliches Mäzenatentum, in einem Ansatz, der über die soziale Unterstützung der Studierenden hinausgeht. Die Hochschule hat bereits eine Partnerschaft mit einem großen Unternehmensverbund zur Finanzierung der Einrichtung eines neuen Labors geschlossen, in einer geschätzten Investition von rund zwei Millionen Euro, wie der Rector António Candeias mitteilte.
Die Ankündigung erfolgte am Rande einer öffentlichen Feierstunde zu Ehren der Mäzene der Universität, die am 14. September stattfand. Bei dieser Gelegenheit vertrat António Candeias die Ansicht, dass Portugal noch „weit unter dem liegt, was die Mäzenatentumspolitik aus rechtlicher Sicht sein sollte", und fügte hinzu, dass die bestehenden Gesetze das Mäzenatentum nicht ausreichend aufwerten.
Die neue Partnerschaft ist Teil einer umfassenderen Strategie der Universität zur Diversifizierung der Wirkungsbereiche des Mäzenatentums. Neben der sozialen Unterstützung beabsichtigt die UÉvora, auch auf wissenschaftliches und kulturelles Mäzenatentum zu setzen und Investitionen für die Forschung und für strategische Kulturprojekte zu gewinnen.
Im Studienjahr 2025/2026 ermöglichten die Zuwendungen von 16 Mäzenen der Universität, 81 Stipendien in einem Gesamtwert von 177.470 Euro an Studierende in wirtschaftlicher Notlage zu vergeben, über den Sozialen Unterstützungsfonds für Studierende der Universität Évora.
