Etwa 40% der analysierten Kleinsäugetierarten weltweit sind mit einer bestimmten Klimazone verbunden, wie eine neue Studie zeigt, die Ende August in der Zeitschrift Nature Communications veröffentlicht wurde. Die Untersuchung analysierte 4.231 Arten aus vier Gruppen: Chiroptera (Fledermäuse), Eulipotyphla (Maulwürfe, Igel), Lagomorpha (Kaninchen und Hasen) und Rodentia (Ratten). Zu den in Portugal heimischen Beispielen gehören der Maulwurf, der Hase, das Kaninchen und die Feldmaus.
Die Forscher stellten fest, dass die Hälfte dieser Spezialistenarten auf eine von 30 subklimatischen Zonen beschränkt ist und als Klimasuperspezialisten gilt. Die klimatische Spezialisierung ist besonders häufig bei Nagetieren und hauptsächlich mit tropischen, gemäßigten und ariden Klimazonen verbunden.
Die Studie umfasste Forscher des Spatial Biology Lab der Fakultät für Naturwissenschaften der Universität Porto (FCUP), geleitet von Neftalí Sillero, in Zusammenarbeit mit sieben Forschern der Universität Vigo. Iván Rey-Rodríguez ist Hauptautor der Arbeit. Die Ergebnisse zeigen, dass die klimatische Spezialisierung stark mit der Diversifizierung bestimmter Abstammungslinien verbunden ist, obwohl die Abstammungslinien mit der höchsten Spezialisierung nicht unbedingt diejenigen mit der größten Artenvielfalt sind.
Eine stärkere klimatische Spezialisierung könnte eine größere Anfälligkeit gegenüber schnellen Veränderungen der Umweltbedingungen bedeuten, eine Hypothese, die das Team nun testen möchte. Die Forscher wollen herausfinden, ob die Anfälligkeit gegenüber Klimaveränderungen zwischen Gruppen oder Regionen variiert, um zu verstehen, wie das Klima die Diversität der Kleinsäugetiere im Laufe ihrer Evolutionsgeschichte geprägt hat.




