Die Caritas Internationalis und andere christliche Netzwerke haben eine gemeinsame Erklärung herausgegeben, in der sie Politiken fordern, die die Rechte und das Wohlbefinden minderjähriger Migranten gewährleisten. Das Dokument wurde anlässlich des Weltflüchtlingstages 2026 online veröffentlicht, den die katholische Kirche am 27. September feiert, und schließt sich dem Appell an, den Papst Leo XIV. zu dieser Frage gemacht hat.
Der Appell umfasst Organisationen verschiedener christlicher Kirchen und fordert von den Staaten und internationalen Institutionen die Entwicklung sicherer, regulärer und an die Bedürfnisse von Kindern angepasster Migrationswege. Die Solidargemeinschaften setzen sich für ein Ende von Politiken ein, die die Fragmentierung von Familien begünstigen, und betonen, dass die Familienzusammenführung als grundlegende Dimension des Kinderschutzes anerkannt werden muss.
Der Text warnt vor einer übermäßigen Verstärkung der Sicherheitskontrollen und stellt fest, dass diese Maßnahmen Kinder der Gewalt und Verletzungen der Menschenrechte aussetzen können. Die Unterzeichner des Manifests fordern die Einrichtung von Systemen, die einen effektiven und nichtdiskriminierenden Zugang zu grundlegenden Diensten gewährleisten, einschließlich des universellen Rechts auf Bildung und Gesundheit, unabhängig vom rechtlichen Status.
Die Erklärung fordert die Regierungen ferner auf, die Erhebung und Aufschlüsselung von Daten über Mobilitätsströme zu verbessern. Die unterzeichnenden Organisationen betonen, dass minderjährige Migranten aufgrund ihres zarten Alters, ihrer Eigenschaft als Ausländer und der Entfernung von der Zuneigung und dem Schutz ihrer jeweiligen Familien besonders gefährdet sind und schweren Missbrauchsrisiken ausgesetzt sind. Laut dem Papst sind jährlich Millionen von Kindern und Jugendlichen gezwungen, ihre Heimat aufgrund von Kriegen, Armut, Gewalt, Umweltkatastrophen und anderen Tragödien zu verlassen.




