MEO, der portugiesische nationale Betreiber, gibt an, Ziel eines „Massenangriffs" gewesen zu sein, der am Montag eine Überlastung seines internationalen Netzwerks verursachte. Das Unternehmen erklärt, eine Überlastung durch bösartigen Datenverkehr erlitten zu haben, der auf seine Systeme gerichtet war.
Unabhängige Analysten stellen diese Version der Ereignisse jedoch in Frage. Diese Experten stützen sich auf Daten, die von Cloudflare Radar und IPinfo gesammelt wurden, Dienste zur Überwachung des Netzwerkverkehrs, um eine alternative Erklärung für den Ausfall vorzuschlagen.
Laut den Daten dieser Netzwerkanalysedienste handelte es sich nicht um einen gezielten Angriff, sondern um einen „Route Leak" (Routenundichtigkeit), an dem Ghana Telecom beteiligt war. Diese Art von Vorfall tritt auf, wenn Netzwerkrouten falsch propagiert werden, wodurch der Datenverkehr unangemessen über nicht autorisierte Anbieter umgeleitet wird.
Die Diskrepanz zwischen der Darstellung von MEO und den technischen Beweisen der Überwachungsdienste wirft Fragen über die genaue Natur des Vorfalls auf, der die internationalen Dienste des portugiesischen Betreibers betraf.




