Mit Beginn eines neuen Schuljahres wird die Inklusive Bildung wieder zu einer der Hauptsorgen von Lehrern, Schulleitern und Gewerkschaften in Portugal. Trotz der Überarbeitung des rechtlichen Rahmens, der das inklusive Unterrichten regeln soll, sind die Fachleute der Ansicht, dass die gesetzten Ziele weiterhin weit davon entfernt sind, erreicht zu werden.
Das Haupthindernis ist der anhaltende Mangel an Humanressourcen in den Schulen. Die Fachleute weisen darauf hin, dass ein erheblicher Mangel an Lehrern für Sonderpädagogik, Psychologen, Therapeuten und anderen spezialisierten Fachkräften besteht, was die Fähigkeit beeinträchtigt, auf die Bedürfnisse der Schüler einzugehen.
Die Gewerkschaften betonen, dass die Schule mit Menschen gebaut wird und nicht nur mit Gesetzen, und warnen davor, dass die Lehrer nicht das Unterrichten ablehnen, sondern die Arbeitsüberlastung, die aus dem Ressourcenmangel resultiert. Diese Überlastung wirkt sich direkt auf die Qualität der Inklusion von Schülern mit besonderen Bedürfnissen aus.
Für die Gewerkschaften sollte das neue Schuljahr eine strukturelle Veränderung einleiten, die auf der Stärkung der Humanressourcen und der Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Schulen basieren sollte, damit die inklusive Bildung in der Praxis tatsächlich funktioniert.



