Die BR-319, die Fernstraße, die Manaus mit Porto Velho verbindet, treibt einen Prozess der agrarwirtschaftlichen Besiedlung einer der am besten erhaltenen Gebiete des Amazonaswaldes voran, noch bevor sie von der Bundesregierung asphaltiert wird. Satellitenbilder und Daten des Instituto do Homem e Meio Ambiente da Amazônia (Imazon) zeigen, dass in einem Radius von fünf Kilometern um die Fernstraße die Länge der illegalen Straßen zwischen 2020 und 2025 um 70% gewachsen ist, von 3.900 auf 6.643 Kilometer. Dieses Wachstum spiegelt die Ausbreitung der agrarwirtschaftlichen Grenze auf Waldgebiete wider, die noch einen hohen Erhaltungszustand aufwiesen. Das Phänomen findet unabhängig vom Abschluss der Asphaltierungsarbeiten statt, die von der Bundesregierung als wesentlich für die regionale Integration verteidigt werden.
BR-319 treibt Besiedlung eines geschützten Gebiets im Amazonas durch illegale Straßen und Agrarwirtschaft voran, zeigen Satellitenbilder
oglobo15. September 2026 um 07:30
Warum das wichtig ist
Die unkontrollierte Besiedlung betrifft direkt lokale Gemeinschaften und die Umwelt in der Amazonasregion, mit zunehmender Entwaldung und Landkonflikten. Die Bundesregierung verteidigt den Ausbau der Fernstraße für die regionale Entwicklung, aber Experten warnen vor Umweltrisiken. Die Daten des Imazon zeigen, dass der Besiedlungsprozess bereits im Gange ist, noch bevor die Bauarbeiten abgeschlossen sind.
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