Der Autor Luís Ganhão analysiert das Phänomen der zunehmenden Polarisierung in der zeitgenössischen Gesellschaft und argumentiert, dass wir in Zeiten leben, in denen alles tendenziell in binären Begriffen gesehen wird: Schwarz oder Weiß, dafür oder dagegen, gut oder böse. Laut dem Artikel ist Zweifel verdächtig geworden, Nuance wird mit Lauheit verwechselt, und wer sich traut zu fragen, ob die Dinge so einfach sind, riskiert, sofort in das gegnerische Lager gestellt zu werden.
Der Artikel hebt hervor, dass sich dieses Phänomen in verschiedenen Kontexten manifestiert, einschließlich Politik, sozialen Netzwerken und alltäglichen Gesprächen, aber vielleicht in den internationalen Beziehungen zeigt es sich am beunruhigendsten. Der Autor vertritt die Ansicht, dass Diplomatie schon immer von einer fundamentalen Feststellung ausgegangen ist: Staaten sind keine ewigen Freunde noch ewige Feinde; sie haben Interessen, die manchmal dazu zwingen zu sprechen, selbst wenn keine Sympathie oder Übereinstimmung besteht.
Ganhão warnt vor einer neuen Logik, die sich offenbar festgesetzt




