Ab diesem Dienstag trat das Verbot der Durchfahrt schwerer Güterfahrzeuge auf der Inneren Umgehungsstraße (VCI) in Kraft, die Porto mit Vila Nova de Gaia über mehr als 20 Kilometer verbindet. Das Verbot gilt zwischen 7 und 21 Uhr an Werktagen und sieht die Entfernung von mehr als viertausend schweren Fahrzeugen vor, was eine Verkehrsreduzierung um 60% bedeutet. Die Alternative führt über die Äußere Regionale Umgehungsstraße von Porto (CREP/A41), wo diese Fahrzeuge bereits seit Februar von Mautgebühren befreit sind. Es gibt Ausnahmen für Lastwagen mit Ursprung oder Ziel in Porto oder Vila Nova de Gaia, die eine vorherige Genehmigung über eine von den Gemeinden bereitgestellte digitale Plattform benötigen.
Transport- und Logistikverbände kritisieren die Maßnahme heftig. André Almeida, Sprecher der Nationalen Vereinigung öffentlicher Straßenfrachttransporteur (Antram), äußerte „große Besorgnis" und warnte, dass die obligatorische Umleitung über die CREP mehr als 60 Kilometer pro Fahrt bedeuten kann, mit erhöhten Kraftstoffkosten. Mehr als 180 Transportunternehmen aus der Region Norte haben in der letzten Woche bei einem Treffen ihren Unmut geäußert. Die digitale Registrierungsplattform wurde erst am Montagnachmittag, dem Vorabend des Inkrafttretens, funktionsfähig, was Kritik über einen möglichen „bürokratischen Chaos" hervorrief.
Der Präsident der Portugiesischen Logistikvereinigung (APLOG), Afonso Almeida, betrachtete die Maßnahme als „nachteilig für die meisten Unternehmen" und warnte vor den Auswirkungen auf die Versorgung der Region Norte, von der Industrie bis zum Einzelhandel. Eine Lastwagenfahrerin berechnete, dass die Strecke zwischen dem Hafen von Leixões und Espinho, die über die VCI 27 Kilometer in 35 Minuten beträgt, über die CREP auf 61,7 Kilometer verlängert wird, mit einer Fahrzeit von 50 bis 60 Minuten. Der Sektor erwartet, dass die zusätzlichen Kosten sich in den Verbraucherpreisen niederschlagen werden und dass kleinere Unternehmen wirtschaftliche Schwierigkeiten haben könnten.
Auf der anderen Seite begrüßen die Bürgermeister von Porto und Gaia, die seit Jahren diese Einschränkung gefordert haben, die Maßnahme. Pedro Duarte, kürzlich ins Rathaus von Porto gewählt, war einer der Befürworter des Verbots und bat den Innenminister um eine strengere Überwachung. Die Gemeinde bereitet weitere grundlegende Maßnahmen vor, einschließlich Protokolle mit der Infraestruturas de Portugal, um Alternativen zur VCI zu finden, sowie die Ankunft der Roten Linie der Metro do Porto. Pedro Duarte räumte ein, dass das Verbot allein das Verkehrsproblem auf der Straße nicht löst, was strukturellere Antworten erfordert.




