Der Anstieg von Öl und Erdgas setzt die energieintensiveren Sektoren unter Druck, insbesondere die Keramik- und Kristallbranche, die angesichts der aktuellen Krise eine Schließung von Unternehmen befürchtet. Die Margen dieser Unternehmen werden durch die asiatische Konkurrenz, vor allem aus China und Indien, erdrückt, was es unmöglich macht, die Preise zu erhöhen, um die Eskalation der Energiekosten auszugleichen. Paulo Almeida, Vizepräsident der Apicer, warnt, dass angesichts des Überangebots auf dem Markt die Möglichkeiten, die Energiekostenerhöhungen weiterzugeben, sehr gering sind, und befürchtet, dass einige Unternehmen möglicherweise keine Marge zum Überleben haben.
Der Keramik- und Kristallsektor steht seit mehr als sechs Monaten hohen Erdgaspreisen gegenüber, die von etwa 32 auf 73-75 Euro/MWh gestiegen sind. Anfangs glaubte der Sektor, nur etwa vier Wochen hoher Preise durchhalten zu können, aber die Situation droht strukturell zu werden. Die vom Staat vorgestellten Maßnahmen werden als unzureichend angesehen, da die Unterstützung hauptsächlich aus Kreditlinien besteht, was die Liquiditätsprobleme von Unternehmen verschlechtern wird, die überwiegend klein und mittelgroß sind.
Der Verband der Verpackungsglasindustrien (AIVE), vertreten durch seine Generalsekretärin Beatriz Freitas, schließt sich den Forderungen der Apicer an, obwohl er anerkennt, dass die Situation im Verpackungsglas weniger schwerwiegend ist als in der Keramik. Die AIVE ist der Ansicht, dass Finanzierung das Problem nicht löst, und fordert spezif




