Die Euribor-Sätze verzeichneten den größten Sprung seit etwa sechs Monaten und erneuerten Höchststände von etwa zwei Jahren, was die Familien mit Wohnungsbaudarlehen unter Druck setzen wird. Die Euribor-Sätze auf sechs Monate und zwölf Monate stiegen am Montag um 0,116 Punkte bzw. 0,152 Punkte, der stärkste Anstieg seit dem 24. März. Diese Beschleunigung ist auf die Zunahme der Spannungen im Nahen Osten zurückzuführen, die die Energiepreise nach oben treiben.
Das Öl erreichte 107 Dollar pro Barrel und das Erdgas beschleunigte um mehr als 5% auf Höchststände von 2023, nachdem Saudi-Arabien eine wichtige Pipeline geschlossen und Oman eine Sitzung über die Straße von Hormus verschoben hatte. Der Ökonom Filipe Garcia, Präsident der IMF, sagt, dass man "kein Licht am Ende des Tunnels" in Bezug auf die Preistrends bei Energie sieht.
Die Familien sollten sich auf Anstiege der Hausraten zwischen 25 und 80 Euro bei den im Oktober überprüften Verträgen vorbereiten, in einem Moment, in dem sie bereits höheren Preisen in Supermärkten und bei Kraftstoffen gegenüberstehen. Die Inflationsrate in der Eurozone stieg im August auf 3,3% und die EZB hat die Zinssätze bereits zweimal seit Beginn der Angriffe auf den Iran erhöht.
Die Märkte erwarten nun zwei weitere Anhebungen um 25 Basispunkte auf den Sitzungen im Oktober und Dezember 2026, wodurch die Einlagefazilität auf 3% steigen wird. Auch die US-Notenbank Fed wird voraussichtlich am Mittwoch die Zinssätze anheben, mit einer Wahrscheinlichkeit von über 90%, was Filipe Garcia als Hinweis auf eine "komplexe Tatsituation" betrachtet.




