In der Robotik und künstlichen Intelligenz gibt es ein Phänomen, das auf dem Moravec-Paradox basiert, das in den 1980er Jahren von Hans Moravec formuliert wurde. Dieses Paradox zeigt, dass komplexe logische Schlussfolgerungen wie Schachspielen oder Vertragsanalyse wenig Rechenleistung erfordern, während einfache motorische Fähigkeiten für einen Menschen wie das Setzen eines Pfostens oder das Formen von Holz ein außergewöhnlich komplexes und teures Niveau an Berechnung und physischer Robotik erfordern.
Die künstliche Intelligenz zerstört schneller die Beschäftigung von Menschen mit Hochschulabschluss und betrifft hauptsächlich Arbeitnehmer in kognitiven Routineaufgaben. Datenverwaltungs-, Buchhaltungs-, Verwaltungsunterstützungs- und Schreibfunktionen haben das höchste Automatisierungsrisiko, während Aufgaben, die körperliche Geschicklichkeit und Vor-Ort-Präsenz erfordern, weiterhin hohe Nachfrage haben.
Etwa 300 Millionen Vollzeitstellen können durch generative KI automatisiert werden. Die Bereiche Verwaltungsunterstützung mit 44% der exponierten Aufgaben und der Rechtsbereich mit 46% weisen die höchsten Expositionsraten gegenüber KI auf, während das Baugewerbe mit nur 6% und Wartung und Reparaturen mit 4% eine minimale Exposition haben.
Arbeitnehmer mit Hochschulabschluss und höheren Gehältern wie Anwälte, Finanzanalysten, Programmierer und Berater sind der KI erheblich stärker ausgesetzt als Arbeiter in manuellen oder mechanischen Funktionen, was eine Umkehrung dessen ist, was man erwarten würde.




