Der 18. BRICS-Gipfel in Neu-Delhi markierte die Transformation des Zusammenschlusses von einem rein wirtschaftlichen Akronym zu einer Verhandlungsplattform über die Richtung der Weltordnung. Die Erklärung von Neu-Delhi befürwortete die Reform des UN-Sicherheitsrats und der internationalen Finanzinstitutionen, verurteilte den Protektionismus und forderte eine stärkere Beteiligung der Entwicklungsländer an der Ausarbeitung globaler Regeln. Die BRICS vereinen Länder mit unterschiedlichen Interessen, Regimen und Bündnissen, teilen jedoch die Überzeugung, dass die internationale Ordnung nicht mehr von wenigen verwaltet werden kann.
Im wirtschaftlichen Bereich bedeutet die Bewegung hin zu nationalen Währungen nicht die sofortige Schaffung einer gemeinsamen Währung noch das Verschwinden des Dollars. Es geht darum, Verwundbarkeiten zu verringern, Instrumente zu diversifizieren und Zahlungssysteme aufzubauen, die weniger anfällig für einseitige Entscheidungen sind. Die Entdollarisierung schreitet als pragmatischer Prozess voran. Auf der technologischen Agenda zeigte der Gipfel eine Zusammenarbeit bei Open-S




