Senator und Präsidentschaftskandidat Flávio Bolsonaro (PL-RJ) erklärte am Montag bei einem Wahlkampftermin in Belém (PA), dass das Oberste Gericht (STF) die „Pflicht" habe, die Einleitung einer Untersuchung gegen Minister Alexandre de Moraes zu genehmigen. Die Verhandlung, die den Weg für die Untersuchung ebnen könnte, ist für diesen Dienstag angesetzt.
Flávio forderte erneut die Amtsenthebung des Richters und verlangte auch Transparenz bei den Ermittlungen gegen Fábio Luís Lula da Silva, bekannt als Lulinha, den Sohn von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva. Der Senator forderte die Aufhebung der Vertraulichkeit in dem Fall um Lulinha und erklärte, dass „es nicht nur die Show sein darf".
Der Kandidat von PL-RJ erklärte, dass morgen „einer der wichtigsten Tage der letzten Jahre in Brasilien" sein werde, und äußerte sich sicher, dass die Verhandlung dazu führen werde, dass Alexandre de Moraes offiziell untersucht wird, basierend auf allem, was bereits ans Licht gekommen ist. Seiner Meinung nach besteht kein Zweifel mehr, dass die Mehrheit des Obersten Gerichts im Plenum die Pflicht hat, den Beginn der Untersuchung gegen den Minister zu genehmigen.
Die Verhandlung findet mitten in einer Krise statt, wie der Bericht betont, und stellt einen Moment dar, der von Flávio Bolsonaro als entscheidend im brasilianischen Justizapparat angesehen wird.




